Wer sein WLAN absichern möchte, sollte nicht erst auf einen Sicherheitsvorfall warten. Das heimische Funknetz verbindet heute weit mehr als Notebook und Smartphone. Fernseher, Drucker, Spielekonsolen, Kameras, Sprachassistenten und Smart-Home-Geräte greifen ebenfalls auf das Netzwerk zu.
Dadurch wird der Router zu einem zentralen Bestandteil der eigenen IT-Sicherheit. Er bildet vereinfacht gesagt die Eingangstür zwischen deinem Heimnetzwerk und dem Internet.
Ein schlecht geschütztes WLAN kann deshalb verschiedene Risiken verursachen. Fremde könnten beispielsweise deine Internetverbindung nutzen. Kritischer wird es, wenn unsichere Geräte oder falsche Router-Einstellungen den Zugriff auf andere Systeme im Heimnetz erleichtern.
Die gute Nachricht: Du brauchst keine tiefgehenden Netzwerkkenntnisse. Moderne Router bieten bereits viele wichtige Sicherheitsfunktionen.
In dieser Anleitung erfährst du Schritt für Schritt, wie du dein WLAN sicherer einrichtest. Wir beschäftigen uns mit WPA3, sicheren WLAN-Passwörtern, Router-Updates, WPS, Gastnetzwerken und Smart-Home-Geräten. Außerdem zeige ich dir, welche Einstellungen 2026 besonders sinnvoll sind.
Kurz erklärt
Was ist das Thema? Die sichere Konfiguration eines privaten WLAN-Netzwerks.
Warum ist es wichtig? Der Router verbindet deine Geräte mit dem Internet und sollte deshalb besonders geschützt werden.
Wer profitiert davon? Privatanwender, Familien, Homeoffice-Nutzer und Besitzer von Smart-Home-Geräten.
Das Wichtigste in 30 Sekunden
- Nutze möglichst WPA3, alternativ WPA2.
- Verwende ein langes und einzigartiges WLAN-Passwort.
- Installiere Router-Updates regelmäßig.
- Richte ein separates Gastnetz für Besucher und IoT-Geräte ein.
- Deaktiviere unnötige Funktionen wie WPS oder Fernzugriffe.
Warum solltest du dein WLAN absichern?
Ein WLAN ist praktisch. Gleichzeitig stellt es einen Zugangspunkt zu deinem Heimnetz dar. Deshalb sollte die Sicherheit nicht bei einem starken WLAN-Passwort enden.
Moderne Haushalte besitzen häufig viele vernetzte Geräte. Neben Computern und Smartphones gehören dazu Smart-TVs, Drucker, Überwachungskameras oder intelligente Steckdosen.
Dadurch wächst die sogenannte Angriffsfläche. Dieser Begriff beschreibt alle Systeme und Funktionen, die theoretisch für einen Angriff genutzt werden könnten.
Besonders problematisch sind veraltete Geräte. Manche erhalten nach einigen Jahren keine Sicherheitsupdates mehr. Gleichzeitig bleiben sie dauerhaft mit dem Heimnetz verbunden.
Ein sicher konfigurierter Router kann viele Risiken reduzieren. Dazu gehören eine aktuelle Verschlüsselung, regelmäßige Updates und getrennte Netzwerke.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt für WLAN-Verbindungen WPA3. Wird WPA3 noch nicht unterstützt, sollte mindestens WPA2 verwendet werden. Außerdem empfiehlt das BSI ein komplexes WLAN-Passwort mit mindestens 20 Zeichen.
Merke: Der Router ist nicht nur ein Gerät für den Internetzugang. Er ist gleichzeitig eine wichtige Sicherheitskomponente deines Heimnetzwerks.
WLAN absichern: Die wichtigsten Maßnahmen im Überblick
Wenn du dein WLAN absichern möchtest, solltest du mehrere Schutzmaßnahmen kombinieren. Eine einzelne Einstellung reicht nicht aus.
Das Prinzip ähnelt der Sicherheit eines Hauses. Eine stabile Haustür hilft wenig, wenn daneben ein Fenster dauerhaft offensteht.
Für ein modernes Heimnetz sind insbesondere folgende Maßnahmen sinnvoll:
| Maßnahme | Empfehlung 2026 | Bedeutung |
|---|---|---|
| WLAN-Verschlüsselung | WPA3 | Sehr hoch |
| Alternative | WPA2 | Hoch |
| WLAN-Passwort | mindestens 20 Zeichen | Sehr hoch |
| Router-Passwort | individuell und einzigartig | Sehr hoch |
| Firmware | aktuell halten | Sehr hoch |
| Gastnetz | aktivieren | Hoch |
| IoT-Trennung | empfohlen | Hoch |
| WPS | deaktivieren, wenn unnötig | Mittel bis hoch |
| Fernzugriff | nur bei Bedarf | Hoch |
| Geräteprüfung | regelmäßig | Mittel |
Keine einzelne Maßnahme macht dein Netzwerk unangreifbar. Zusammengenommen reduzieren diese Einstellungen jedoch viele typische Risiken deutlich.
Besonders wichtig sind Verschlüsselung, Updates und sichere Zugangsdaten. Danach solltest du dich um die Trennung verschiedener Geräte kümmern.
WPA2 oder WPA3 – welche Verschlüsselung solltest du verwenden?
Die WLAN-Verschlüsselung verhindert, dass Daten zwischen deinen Geräten und dem WLAN-Router einfach mitgelesen werden können.
Aktuell solltest du bevorzugt WPA3 einsetzen.
WLAN absichern mit WPA3
WPA3 ist der modernere Sicherheitsstandard für WLAN-Netzwerke. Unterstützen dein Router und deine Endgeräte WPA3, solltest du diesen Standard bevorzugen.
Das BSI empfiehlt ebenfalls WPA3. Falls Geräte diesen Standard noch nicht unterstützen, kann WPA2 weiterhin verwendet werden.
Viele moderne Router bieten außerdem einen Übergangsmodus. Dieser wird häufig als WPA2/WPA3 Transition Mode bezeichnet.
Dadurch können neuere Geräte WPA3 verwenden. Ältere Geräte verbinden sich hingegen weiterhin über WPA2.
Das ist praktisch, wenn du beispielsweise einen älteren Drucker oder Smart-TV verwendest.
Vermeiden solltest du dagegen veraltete Verfahren wie WEP. Auch WPA der ersten Generation gehört nicht mehr zu einer zeitgemäßen WLAN-Konfiguration.
Tipp: Prüfe zuerst, welche Geräte WPA3 unterstützen. Danach kannst du entscheiden, ob reines WPA3 oder ein WPA2/WPA3-Modus sinnvoller ist.
Ein sicheres WLAN-Passwort erstellen
Ein starkes WLAN-Passwort gehört zu den wichtigsten Schutzmaßnahmen.
Dabei spielt die Länge eine besonders wichtige Rolle. Das BSI empfiehlt für WLAN-Passwörter mindestens 20 Zeichen.
Verwende deshalb keine leicht erratbaren Passwörter wie:
- sommer2026
- wlan12345
- familie123
- password
- frankfurt2026
Besser ist eine lange und zufällige Kombination.
Wie sieht ein gutes WLAN-Passwort aus?
Ein sicheres WLAN-Passwort sollte möglichst lang und nicht vorhersehbar sein. Außerdem solltest du es ausschließlich für dein WLAN verwenden.
Eine zufällig erzeugte Zeichenfolge bietet beispielsweise einen guten Schutz. Alternativ kannst du eine lange Passphrase verwenden.
Wichtig ist dabei vor allem die Länge.
Speichere das Passwort anschließend in einem vertrauenswürdigen Passwortmanager. Dadurch musst du dir komplexe Zugangsdaten nicht merken.
Das WLAN-Passwort sollte außerdem nicht mit dem Passwort für die Router-Verwaltung identisch sein. Beide Zugangsdaten schützen unterschiedliche Bereiche.
Praxisbeispiel: Gäste benötigen Internetzugang. Statt dein privates WLAN-Passwort weiterzugeben, richtest du ein Gastnetz ein. Dadurch bleibt dein eigentliches Netzwerk getrennt.
Router-Zugang richtig schützen
Neben dem WLAN-Passwort besitzt dein Router normalerweise einen eigenen Zugang zur Verwaltungsoberfläche.
Über diese Oberfläche kannst du wichtige Einstellungen verändern. Dazu gehören DNS-Konfiguration, WLAN-Einstellungen, Portfreigaben und Benutzerkonten.
Deshalb benötigt dieser Zugang besonderen Schutz.
Ändere ein unsicheres oder selbst vergebenes Standardpasswort. Verwende anschließend ein einzigartiges Kennwort, das du nirgendwo anders einsetzt.
Ein Passwortmanager kann auch hier helfen.
Zusätzlich solltest du prüfen, ob dein Router eine Zwei-Faktor-Authentifizierung für bestimmte Dienste oder Konten unterstützt.
Wichtig: WLAN-Passwort und Router-Passwort erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Verwende deshalb zwei verschiedene Kennwörter.
WPS deaktivieren
WPS steht für Wi-Fi Protected Setup. Die Funktion soll das Verbinden neuer WLAN-Geräte vereinfachen.
Je nach Router funktioniert das beispielsweise über eine Taste oder eine PIN.
Für viele Nutzer ist WPS heute jedoch nicht zwingend notwendig. Moderne Smartphones und Computer lassen sich problemlos über das normale WLAN-Passwort oder einen QR-Code verbinden.
Das BSI behandelt PIN-basiertes WPS in seinen technischen Anforderungen besonders restriktiv. Bei entsprechend ausgelegten Routern soll die PIN-Funktion im Ausgangszustand deaktiviert sein und für neue Registrierungen neue PINs erzeugen.
Wenn du WPS nicht verwendest, kannst du die Funktion daher deaktivieren.
Tipp: Deaktiviere grundsätzlich Funktionen, die du nicht benötigst. Dadurch reduzierst du die Angriffsfläche deines Routers.
Router und Firmware aktuell halten
Router besitzen ein eigenes Betriebssystem. Die zugehörige Software wird häufig als Firmware bezeichnet.
Wie bei Windows, Linux oder Smartphones können darin Sicherheitslücken auftreten. Hersteller veröffentlichen deshalb Updates.
Aktiviere automatische Updates, sofern dein Router diese Funktion zuverlässig unterstützt.
Andernfalls solltest du regelmäßig manuell prüfen, ob eine neue Firmware verfügbar ist.
Achte außerdem darauf, wie lange der Hersteller Sicherheitsupdates bereitstellt. Besonders alte Router können irgendwann keine Aktualisierungen mehr erhalten.
Dann solltest du über einen Austausch nachdenken.
Praxis-Tipp: Lege dir beispielsweise alle drei Monate eine Erinnerung an. Prüfe dabei Firmware, verbundene Geräte und wichtige Sicherheitseinstellungen.
Gast-WLAN und Smart-Home-Geräte trennen
Ein Gastnetz gehört zu den sinnvollsten Funktionen moderner Router.
Dabei erstellt der Router ein separates Netzwerk. Deine Besucher erhalten Internetzugang, ohne direkt in dein privates Heimnetz zu gelangen.
Das BSI empfiehlt diese Trennung ausdrücklich. Außerdem können Smart-Home-Geräte wie Saugroboter, Rollladensteuerungen oder intelligente Türklingeln in ein separates Netzwerk eingebunden werden. Dadurch bleiben sie von sensiblen Diensten wie Onlinebanking oder Homeoffice-Systemen getrennt.
Warum IoT-Geräte getrennt werden sollten
IoT steht für Internet of Things, also das Internet der Dinge.
Dazu gehören beispielsweise:
- Überwachungskameras
- Smart-TVs
- Sprachassistenten
- intelligente Steckdosen
- Saugroboter
- smarte Türklingeln
- Beleuchtungssysteme
Viele dieser Geräte bleiben jahrelang im Einsatz. Gleichzeitig ist nicht immer klar, wie lange Hersteller Sicherheitsupdates liefern.
Deshalb ist eine Netzwerksegmentierung sinnvoll.
In professionellen Netzwerken geschieht das häufig über VLANs. Zuhause reicht dagegen oft bereits das Gast- oder IoT-Netz des Routers.
Beispiel: Dein Arbeitsnotebook bleibt im Hauptnetz. Der Smart-TV und Saugroboter befinden sich dagegen im getrennten IoT-Netz.
Damit reduzierst du mögliche direkte Verbindungen zwischen unterschiedlich vertrauenswürdigen Geräten.
WLAN-Name richtig wählen
Der WLAN-Name wird als SSID bezeichnet.
Viele Router verwenden ab Werk einen Namen, der Hersteller oder Modell erkennen lässt. Das ist nicht ideal.
Das BSI sieht in seinen technischen Anforderungen vor, dass voreingestellte WLAN-Namen keine vom Router-Modell abgeleiteten Informationen enthalten sollten.
Verwende deshalb einen neutralen Namen.
Ungünstig wären beispielsweise:
FamilieMueller3OG
oder:
Marco-FritzBox-ModellXYZ
Besser wäre ein neutraler Begriff ohne persönlichen Bezug.
Das Verstecken der SSID bringt hingegen keinen entscheidenden Sicherheitsgewinn. Ein verstecktes Netzwerk ersetzt weder Verschlüsselung noch ein starkes Passwort.
Konzentriere dich daher auf WPA3, sichere Kennwörter und aktuelle Firmware.
Fernzugriff und unnötige Dienste deaktivieren
Viele Router bieten zusätzliche Funktionen. Dazu gehören Fernzugriff, Medienserver, Dateifreigaben oder externe Verwaltungsdienste.
Diese Funktionen können praktisch sein. Gleichzeitig erhöht jeder zusätzliche Dienst potenziell die Angriffsfläche.
Das BSI empfiehlt deshalb, nicht benötigte Dienste und Fernzugriffe zu deaktivieren.
Prüfe insbesondere:
- Fernverwaltung über das Internet
- nicht benötigte Portfreigaben
- Medienserver
- Dateifreigaben
- UPnP, sofern nicht benötigt
- ungenutzte VPN-Zugänge
- alte Benutzerkonten
Deaktiviere jedoch keine Funktion, deren Zweck du nicht kennst. Informiere dich vorher in der Dokumentation deines Routers.
Verbundene Geräte regelmäßig kontrollieren
Die meisten Router zeigen eine Liste aller aktuell oder früher verbundenen Geräte.
Dort findest du beispielsweise Smartphones, Computer, Fernseher und Smart-Home-Systeme.
Kontrolliere diese Liste gelegentlich.
Ein unbekanntes Gerät bedeutet nicht automatisch einen Angriff. Moderne Smartphones verwenden beispielsweise teilweise zufällige MAC-Adressen.
Dennoch solltest du unbekannte Einträge überprüfen.
Verdächtiges Gerät gefunden – was tun?
Prüfe zuerst deine eigenen Geräte. Vergiss dabei Fernseher, Drucker, Konsolen und Smart-Home-Komponenten nicht.
Kannst du ein Gerät weiterhin nicht zuordnen, solltest du reagieren.
Ändere gegebenenfalls dein WLAN-Passwort. Prüfe außerdem Verschlüsselung und Router-Einstellungen.
Anschließend müssen deine autorisierten Geräte mit dem neuen Kennwort verbunden werden.
WLAN absichern: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Mit der folgenden Anleitung kannst du die wichtigsten Einstellungen systematisch überprüfen.
Die genaue Bezeichnung der Menüpunkte hängt vom Router-Hersteller ab.
- Router-Oberfläche öffnen
Öffne die Verwaltungsoberfläche deines Routers über die vom Hersteller angegebene Adresse. - Router-Passwort prüfen
Verwende ein langes und einzigartiges Passwort für die Administration. - Firmware aktualisieren
Installiere verfügbare Sicherheitsupdates oder aktiviere automatische Updates. - WLAN-Verschlüsselung kontrollieren
Aktiviere WPA3. Nutze WPA2, falls ältere Geräte WPA3 noch nicht unterstützen. - WLAN-Passwort prüfen
Verwende mindestens 20 Zeichen und keine persönlichen Informationen. - WPS kontrollieren
Deaktiviere WPS, wenn du die Funktion nicht benötigst. - Gastnetz einrichten
Verwende für Besucher ein separates WLAN. - Smart-Home-Geräte trennen
Nutze dafür ein Gast-, IoT- oder separates Netzwerk. - Fernzugriff kontrollieren
Deaktiviere externe Verwaltungsfunktionen, wenn du sie nicht benötigst. - Geräteliste überprüfen
Kontrolliere abschließend alle verbundenen Systeme.
Damit sind bereits viele typische Schwachstellen eines privaten Heimnetzwerks reduziert.
Typische Fehler bei der WLAN-Sicherheit
Viele Sicherheitsprobleme entstehen nicht durch komplizierte Hackerangriffe. Häufig sind einfache Fehlkonfigurationen verantwortlich.
Fehler 1: Schwaches WLAN-Passwort
Kurze oder vorhersehbare Passwörter solltest du vermeiden. Verwende stattdessen eine lange und einzigartige Kombination.
Fehler 2: Router jahrelang nicht aktualisieren
Firmware-Updates werden schnell vergessen. Aktiviere deshalb automatische Aktualisierungen oder kontrolliere regelmäßig manuell.
Fehler 3: Alle Geräte befinden sich im gleichen Netzwerk
Notebook, Firmenrechner, Kamera und Saugroboter müssen nicht zwingend miteinander kommunizieren.
Trenne weniger vertrauenswürdige Geräte daher vom Hauptnetz.
Fehler 4: Gast-WLAN wird nicht verwendet
Gäste benötigen normalerweise nur Internetzugang. Zugriff auf Drucker, NAS oder andere private Systeme ist meist unnötig.
Fehler 5: Unnötiger Fernzugriff bleibt aktiviert
Ein externer Zugriff kann praktisch sein. Wenn du ihn nicht benötigst, solltest du ihn jedoch deaktivieren.
Fehler 6: Alte Router bleiben zu lange im Einsatz
Ein Router ohne Sicherheitsupdates ist langfristig problematisch. Prüfe deshalb den Supportzeitraum deines Geräts.
Vorteile und mögliche Nachteile einer stärkeren WLAN-Absicherung
Mehr Sicherheit bringt klare Vorteile. Einige Maßnahmen können jedoch zusätzlichen Aufwand verursachen.
| Maßnahme | Vorteil | Möglicher Nachteil |
| WPA3 | moderne Verschlüsselung | ältere Geräte eventuell inkompatibel |
| Langes Passwort | höherer Schutz | schwieriger manuell einzugeben |
| Gastnetz | bessere Trennung | zusätzliche Konfiguration |
| IoT-Netz | reduziert direkte Verbindungen | manche Smart-Home-Funktionen schwieriger |
| WPS deaktivieren | weniger unnötige Funktionen | Einrichtung neuer Geräte etwas aufwendiger |
| Fernzugriff deaktivieren | kleinere Angriffsfläche | kein externer Zugriff |
| Updates | schließen bekannte Sicherheitslücken | gelegentliche Neustarts möglich |
In den meisten Privathaushalten überwiegen die Vorteile deutlich.
Besonders WPA3, Updates, starke Passwörter und getrennte Netzwerke bieten einen guten Kompromiss zwischen Sicherheit und Komfort.
Best Practices für ein sicheres Heimnetz 2026
Ein modernes Sicherheitskonzept besteht aus mehreren Ebenen.
Dabei gilt das Prinzip Defense in Depth. Statt sich auf eine einzelne Schutzmaßnahme zu verlassen, werden mehrere Sicherheitsbarrieren kombiniert.
Für ein privates Heimnetz bedeutet das:
- WPA3 verwenden
- lange Passwörter einsetzen
- Router aktuell halten
- Gastnetz verwenden
- IoT-Geräte trennen
- unnötige Dienste deaktivieren
- Fernzugriff beschränken
- Geräteliste kontrollieren
- alte Geräte ersetzen
- Router-Supportzeitraum beachten
Zusätzlich solltest du auch deine Endgeräte schützen.
Windows, Linux, Android und iOS sollten regelmäßig aktualisiert werden. Das Gleiche gilt für Browser und andere Anwendungen.
Denn ein sicheres WLAN allein schützt keinen ungepatchten Computer.
Fazit: WLAN absichern ist einfacher als viele denken
Wer sein WLAN absichern möchte, benötigt keine komplizierte Netzwerkinfrastruktur.
Bereits wenige Einstellungen verbessern die Sicherheit deutlich. Nutze möglichst WPA3 und ein langes WLAN-Passwort. Aktualisiere außerdem deinen Router regelmäßig.
Ein Gastnetz schützt zusätzlich dein eigentliches Heimnetz. Besonders Smart-Home-Geräte lassen sich dadurch sinnvoll von Computern und Homeoffice-Systemen trennen.
Deaktiviere außerdem Funktionen, die du nicht benötigst. Dazu können WPS, Fernzugriffe oder zusätzliche Netzwerkdienste gehören.
Entscheidend ist jedoch, die Einstellungen nicht nur einmal zu überprüfen.
Router und Heimnetzwerke verändern sich. Neue Geräte kommen hinzu, alte Geräte verschwinden und Sicherheitsupdates werden veröffentlicht.
Plane deshalb regelmäßig einen kurzen Sicherheitscheck ein. Bereits wenige Minuten können helfen, dein Heimnetz dauerhaft sicherer zu betreiben.
FAQ
Wie kann ich mein WLAN absichern?
Nutze WPA3 oder mindestens WPA2. Verwende außerdem ein langes WLAN-Passwort, aktualisiere deinen Router und richte ein Gastnetz ein. Nicht benötigte Dienste solltest du deaktivieren.
Ist WPA3 sicherer als WPA2?
WPA3 ist der modernere WLAN-Sicherheitsstandard und sollte bevorzugt werden. Ältere Geräte unterstützen jedoch teilweise nur WPA2. In diesem Fall kann ein WPA2/WPA3-Übergangsmodus sinnvoll sein.
Wie lang sollte ein WLAN-Passwort sein?
Das BSI empfiehlt ein komplexes Passwort mit mindestens 20 Zeichen. Je länger und zufälliger das Kennwort ist, desto besser lässt es sich gegen automatisierte Rateversuche schützen.
Sollte ich WPS am Router deaktivieren?
Wenn du WPS nicht benötigst, kannst du die Funktion deaktivieren. Besonders PIN-basierte Verfahren verdienen Aufmerksamkeit. Moderne Geräte lassen sich meist problemlos ohne WPS verbinden.
Ist ein versteckter WLAN-Name sicherer?
Das Verstecken der SSID bietet keinen Ersatz für eine sichere Verschlüsselung. WPA3, ein starkes Passwort und aktuelle Router-Software sind wesentlich wichtiger.
Sollte ich Smart-Home-Geräte in ein eigenes WLAN verschieben?
Wenn dein Router diese Möglichkeit bietet, ist die Trennung sinnvoll. Das BSI empfiehlt ebenfalls, smarte Geräte über ein separates Netzwerk von sensiblen Diensten zu trennen.
Wie oft sollte ich meinen Router überprüfen?
Ein kurzer Sicherheitscheck alle paar Monate ist sinnvoll. Prüfe dabei Updates, verbundene Geräte, Benutzerkonten und wichtige Netzwerkeinstellungen.
Zusammenfassende Checkliste
Mit dieser Checkliste kannst du dein Heimnetz abschließend überprüfen:
- ✓ WPA3 aktiviert
- ✓ alternativ mindestens WPA2 eingerichtet
- ✓ WLAN-Passwort mindestens 20 Zeichen lang
- ✓ eigenes Router-Passwort eingerichtet
- ✓ WLAN- und Router-Passwort sind unterschiedlich
- ✓ aktuelle Router-Firmware installiert
- ✓ automatische Updates geprüft
- ✓ WPS deaktiviert, wenn nicht benötigt
- ✓ Gast-WLAN eingerichtet
- ✓ IoT- und Smart-Home-Geräte getrennt
- ✓ neutralen WLAN-Namen gewählt
- ✓ unnötigen Fernzugriff deaktiviert
- ✓ unnötige Dienste abgeschaltet
- ✓ Portfreigaben überprüft
- ✓ verbundene Geräte kontrolliert
- ✓ Supportzeitraum des Routers geprüft
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Wie sicher ist dein Heimnetzwerk?
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Externe Quellen und weiterführende Informationen
Für weitere technische Informationen eignen sich insbesondere folgende seriöse Quellen:
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)
Das BSI empfiehlt für WLAN WPA3 beziehungsweise mindestens WPA2 sowie ein komplexes Passwort mit mindestens 20 Zeichen.
BSI – Das Internet sicher nutzen
BSI – Gäste-WLAN und Netzwerk-Trennung
Das BSI beschreibt die Einrichtung eines Gastnetzes und empfiehlt außerdem die Trennung von Smart-Home-Geräten und sensiblen Anwendungen.
BSI – Netzwerk für Gäste einrichten
BSI – Technische Richtlinie für Router
Die technische Richtlinie TR-03148 enthält unter anderem Anforderungen und Empfehlungen zu WLAN-Verschlüsselung, Passphrasen, WPS und öffentlich erreichbaren Router-Diensten.
BSI TR-03148 – Secure Broadband Router
AV-TEST Institut
Das unabhängige deutsche IT-Sicherheitsinstitut veröffentlicht aktuelle Sicherheitstests und Informationen zu Security-Produkten sowie IoT-Sicherheit.
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